Presseinformation

02.09.2019

Ruder-Masters-WM 2024 auf dem Beetzsee

Erfolgreiche Bewerbung um die Austragung der World Rowing Masters Regatta 2024. Ruderweltverband FISA vergibt Mega-Sportevent nach Brandenburg an der Havel.

Oberbürgermeister Steffen Scheller mit Vertretern der FISA und des Bewerberteams im Mai 2019.
So, wie hier bei der Ruder-EM 2016, wird es auch bei der Masters-WM 2014 wieder großen Besucherandrang und eine tolle Stimmung geben. (Foto: Janin Deisler)

Eine frohe Botschaft erreichte Oberbürgermeister Steffen Scheller am Montag, 02.09.2019, aus Linz in Oberösterreich, wo am Sonntag die diesjährigen Weltmeisterschaften im Rudern zu Ende gegangen waren. Beim FISA-Kongress, der traditionell im Zusammenhang mit der WM stattfindet und bei dem über die Austragungsorte von kommenden großen internationalen Meisterschaften entschieden wird, hat sich das Executive Committee des Weltverbandes für die Durchführung der World Rowing Masters Regatta 2024 auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel ausgesprochen.

„Gemeinsam mit der großen Brandenburger Ruderfamilie freue ich mich sehr über dieses Votum der FISA-Spitze. Wir betrachten diese Vergabeentscheidung nicht nur als Ausdruck des großen Vertrauens, das der Deutsche Ruderverband und die hier vor Ort agierenden Organisatoren vom Havel-Regatta-Verein in der internationalen Sportwelt genießen. Der Zuschlag für die Masters-WM 2024 zeigt auch, dass die von der Stadt und dem Land in den vergangenen Jahren investierten Mittel zum kontinuierlichen Ausbau und zur weiteren technischen Vervollkommnung unserer traditionsreichen Naturregattastrecke Anerkennung finden“ sagt Oberbürgermeister Steffen Scheller.

Auch Volker Garmatter, der als Vorsitzender des Havel-Regatta-Vereins von 1920 e.V. das Bewerbungsteam leitete und in den kommenden Jahren die Vorbereitungsarbeiten koordiniert, ist sehr froh, dass das große Engagement des Bewerbungsteams nun belohnt wurde. Nach dem er die entscheidenden Minuten des FISA-Kongresses um die Mittagszeit im Live-Stream verfolgt hatte, sagte er: „Viel ehrenamtliche Arbeit ist in die Bewerbung geflossen, aber ohne die explizite Unterstützung der Stadt Brandenburg an der Havel wäre die Vergabe sicherlich nicht möglich gewesen.“ Sein Stellvertreter, Steffen Christgau, ergänzt: „Ein sicherlich positiver Aspekt bei der Bewerbung war der Umstand, dass die Anlage am Beetzsee hervorragende Bedingungen für die Austragung einer solchen Großveranstaltung bietet und man – was den Wettkampf betrifft – morgen loslegen könnte. Die Delegation der FISA, die uns im Mai besucht hatte, hat dies sicherlich auch mit in die Bewertung einfließen lassen.“

Die Anzahl der Bewerber für die World Rowing Masters Regatta 2024 war sehr hoch. Brandenburg an der Havel konnte sich gegen Banyoles (ESP), Belgrade (SRB), Bled (SLO), Libourne (FRA), Pretoria (RSA), Racice (CZE), Trakai (LTU) und Villach (AUT) durchsetzen. Zuvor hatte Pretoria (Südafrika) den Kampf um die Austragung der Masters-WM 2023 gewonnen, die damit in vier Jahren erstmals auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet. Dort wird dann auch das Brandenburger Organisationsteam die FISA-Fahne als symbolischen Staffelstab übernehmen. Die eigentliche Vorbereitungsarbeit wird aber schon in den nächsten Wochen und Monaten aufgenommen. So sind logistische Aspekte, wie die Unterbringung und Transportmöglichkeiten zu klären, aber auch kleinere Anpassungen der 50-jährigen Regattastrecke an die speziellen Gegebenheiten der Veranstaltung sind zu planen und zu realisieren. Schließlich möchte man Mitte September 2024 den zu erwartenden über 3.000 Aktiven aus aller Welt eine organisatorisch gelungene Sportveranstaltung und einen angenehmen Aufenthalt in Brandenburg an der Havel bieten.

Bei der jährlich stattfindenden World Rowing Masters Regatta gehen Ruderinnen und Ruderer im Alter von 27 bis über 80 Jahren für ihre jeweiligen Vereine an den Start. Auch wenn bei dieser Regatta offiziell keine Weltmeistertitel vergeben werden, wird sie in der Ruder-Szene gern als Masters-WM bezeichnet. Unstrittig ist auf jeden Fall, dass sie für die Sportlerinnen und Sportler der höheren Altersklassen die bedeutendste Regatta auf internationalem Niveau ist.